
Hallenbad Appenzell
Neubau des Hallenbades in Appenzell in Holzbauweise aus Holz des Appenzeller Staatswaldes. Das Untergeschoss und die Fundation sind in Beton ausgeführt.
In Appenzell wird das bestehende Hallenbad durch einen Neubau ersetzt. Das Untergeschoss sowie der Erschliessungskern werden in Massivbauweise erstellt. Das Tragwerk der Obergeschosse bildet ein Holzbau. Das Hauptbecken wird dabei von Zwillingsträgern mit einer Spannweite von 20 Metern in regelmässigem Abstand überspannt. Diese Zwillingsträger sind in der Fassade auf Zwillingsstützen gelagert und bilden gleichzeitig das Auflager für die Brettsperrholzplatten des Vordachs. Als Zwischendecken wird eine Holzbetonverbunddecke eingesetzt. Hierbei spannen ebenfalls schlanke Zwillingsträger über 14 Meter und sind statisch mit einer vollflächigen Betonplatte verbunden. Für die Haupttragkonstruktion kommen rund 620 m3 Appenzeller Holz zum Einsatz. Eine spezielle Anforderung an das Tragwerk bei Hallenbäder resultiert aus der chloridhaltigen Umgebung. Was im Beton mit etwas mehr Bewehrungsüberdeckung gelöst werden kann, führt vor allem bei den Verbindungsmitteln aus Stahl im Holzbau zu Herausforderungen. Der grösste Teil der Verbinder wurden konstruktiv vor der korrosiven Umgebung geschützt. Für jene Verbinder, welche konstruktiv nicht geschützt werden konnten, wurde auf den hochmolybdänhaltigen Stahl der Werkstoffnummer 1.4929 zurückgegriffen.
Bilder: © Roger Frei und Solubois ZH GmbH

















