
Kantonsschule Ausserschwyz, Pfäffikon SZ
Die Kantonsschule Ausserschwyz in Pfäffikon bildet gemeinsam mit den umliegenden Bildungsbauten einen klar strukturierten Campus und setzt einen markanten städtebaulichen Akzent am Hang. Es wurden ein neues Schulgebäude, sowie eine Doppelturnhalle mit Aula realisiert. Materialisierung und Konstruktion folgen konsequent dem Prinzip „Rohbau gleich Ausbau“, wodurch die Tragstruktur aus Holz, Beton und Mauerwerk sichtbar bleibt und den Gebäuden eine ruhige, hochwertige Präsenz verleiht.
Der Campus der Kantonsschule Ausserschwyz (KSA) liegt an einer Hanglage am östlichen Rand von Pfäffikon. Zusammen mit dem benachbarten Berufsbildungszentrum BBZ Pfäffikon und dem Schulhaus Steg bildet die Kantonsschule Ausserschwyz eine grössere Anlage mit öffentlichen Nutzungen.
Die Schule wird quer zum Hang an den östlichen Rand des Grundstücks gesetzt und schafft für die Campusanlage einen räumlichen Abschluss. Dank seiner klaren Stellung zur Topografie wirkt das Schulhaus als ordnende Figur in Pfäffikons ungleichmässig überbautem Gewerbegebiet. Seitliche Arme ergänzen den langen Baukörper zu einer kreuzförmigen Figur und verankern ihn weiter in der Topografie. Die eingeschossige hangseitige Stirnfassade wächst aufgrund des fallenden Hangs zur Gwatt- und Schützenstrasse auf fünf Geschosse an. Damit stellt sich der Neubau als ein wichtiges öffentliches Gebäude dar, welches den Geschäftshäusern und Wohnhochhäusern an der Churerstrasse einen entsprechenden Massstab entgegensetzt.
Eine Doppelturnhalle mit Aula bildet einen zweiten neuen Baustein in der Anlage und bindet das neue Schulhaus in den Campus ein. Die neuen und die bestehenden Schulbauten umspannen einen offenen Hof, an dem alle Eingänge liegen. Drei der Bauten grenzen mit Säulenhallen an den Pausenhof. Dieses räumliche Motiv schafft gedeckte Ankunftsorte und stärkt den Zusammenhalt der Campusanlage.
Tragkonstruktion und Materialisierung Schulhaus
Das fünfgeschossige Schulgebäude ist als Holz-Beton-Hybridbau konzipiert. Es basiert auf einer einfachen Skelettkonstruktion aus Sichtbetonstützen und -unterzügen, die im ganzen Schulhaus ablesbar ist. Brettstapeldecken aus einheimischem Fichten-Tannenholz überspannen die Räume ab dem Erdgeschoss. Im Untergeschoss, den Korridoren und der Treppenhalle sind die Decken aus Ortbeton mit eingelegten Akustikfeldern. Die Korridorwände werden mit Sichtbackstein und Oberlichtbändern ausgefacht. Es gilt die Devise Rohbau gleich Ausbau. Überwiegend wird die Grundstruktur aus Holz, Beton und Backstein roh belassen.
Tragkonstruktion und Materialisierung Hallenbau
Die Materialisierung der Sporthalle und der Aula folgt dem Materialkanon aus Holz, Beton und Backstein. Holzstützen und Fachwerkträger aus Baubuche bilden das Tragwerk der grossen Halle. Trotz ihrer Höhe von rund 2.9 Meter wirken die Träger leicht und filigran. Die Fensterfronten gegen Norden und Süden unterstützen dieses Erscheinungsbild und bringen viel Tageslicht in die Hallen. Decken und Wandfelder werden sowohl in der Aula als auch in der Sporthalle mit akustisch wirksamen Holzelementen verkleidet. Die Tragstruktur bleibt dabei immer ablesbar.
Bilder: © Roland Bernath















