
Wohnüberbauung Hagmannareal, Winterthur
Das hagmannareal ist ein generationenübergreifendes Familienprojekt, bei dem auf flexible Grundrissgestaltungen besonderen Wert gelegt wurde. Das Gebäude ist hybrid, mit Treppenhauskernen und Geschossdecken in Stahlbeton und Stützen, Aussenwandelementen und dem Laubengang in Holzbauweise.
Die Wohnüberbauung Hagmannareal ist ein Familienprojekt, in welches drei Generationen involviert sind. Das ist mit auch ein Grund warum die Siedlung Platz für Menschen in allen Lebensphasen bietet. In der fertiggestellten 1. Etappe stehen dafür 50 Wohnungen und 11 Zusatzzimmer zur Verfügung. Der Bau ist das Ergebnis eines privaten Studienwettbewerbs.
Das Hofgebäude besteht aus einem 3-geschossigen, einem 4-geschossigen und einem 6-geschossigen Teil. Die Bauweise ist hybrid: Die Geschossdecken sind in Beton ausgeführt, im Gebäudeinnern und in der Fassadenebene liegen sie auf Holzstützen auf. Betoniert wurden auch die Treppenhäuser und Wohnungstrennwände. Die Trennwände in den Wohnungen sind mit Gipsständer ausgeführt.
Zwischen den Holzstützen in der Fassade sind Holzleichtbauelemente angeordnet. Diese wurden als flächige, geschosshohe Elemente vorgefertigt. Die Balkonschicht auf der Hofseite wurde vollständig in Holzbauweise ausgeführt - das Tragwerk in Eiche und die Bodenelemente in Brettsperrholz. Ebenfalls in Brettsperrholz sind die sogenannten Aussenzimmer, welche eine Loggiafunktion erfüllen, auf der hofabgewandten Seite ausgeführt.
Die Fassadenverkleidung aus Weisstanne ist belüftet. Das heisst, jedem der 2-geschossigen Fassadenelemente ist entweder eine Zuluft- oder eine Abluftöffnung aber nicht beides zugeordnet. Das wurde aus brandschutztechnischen Gründen notwendig.
Die Überbauung orientiert sich an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Entsprechend wurde das Gebäude nach den Richtlinien des «SIA-Effizienzpfades Energie» geplant.
Bilder: © Andrea Helbling und Georg Aerni

















